Datteln in der Schwangerschaft: Helfen die Früchte bei der Geburt?

Datteln essen in der Schwangerschaft: Wissenswertes zur Wirkung

Die Dattel ist eine echte Super-Frucht. Sie steckt voller wichtiger Mineralien wie Magnesium und Kalium, enthält wertvolle Spurenelemente wie Eisen, Jod und Zink, versorgt den Körper mit Vitamin C und unterstützt die Verdauung mit Ballaststoffen. Doch kann das Naschen der leckeren Wüstenfrucht auch die Geburt erleichtern? Immer öfter hören wir von Hebammen und Ernährungsspezialisten, die den Verzehr von Datteln während der Schwangerschaft empfehlen, weil die Frucht einen großen Beitrag dazu leisten kann, den Körper der Frau in den letzten Wochen der Schwangerschaft auf die Geburt vorzubereiten.

Fasziniert von diesem zuckersüßen Versprechen sind wir der ganzen Sache auf den Grund gegangen und wollen in diesem Beitrag die wichtigsten Fragen, die rund um das Thema Datteln in der Schwangerschaft aufkommen, beantworten.

Sind Datteln gut für Schwangere?

Tatsächlich sind bereits einige Wissenschaftler dieser Frage nachgegangen und haben die Wirkung von Datteln für Schwangere in Studien getestet. Die Ergebnisse dürften werdende Mamas mit Appetit auf Süßes erfreuen:

2011 hat eine Studie des jordanischen Forscher-Teams um Wissenschaftler Al-Kran erstmals einen positiven Effekt von Datteln während der Geburtsvorbereitung bestätigt: Von den 114 schwangeren Frauen, die an der Studie teilnahmen, wurden 69 Dattel-Mamas ausgewählt, die ab der 36. SSW täglich 70 - 76g Datteln essen sollten/durften – das entspricht in etwa 5-7 Stück Datteln. Im Vergleich zu den Frauen der Kontrollgruppe, die keine Datteln aßen, profitierten die Dattel-Esserinnen von einer deutlich kürzeren Latenzphase, hatten zum Zeitpunkt der Geburt häufiger noch eine intakte Fruchtblase und zeigten eine um 20 % geringere Notwendigkeit zur Gabe von Wehen fördernden Hormonen im Kreißsaal.

Eine deutlich geringere Notwendigkeit zur Verstärkung der Wehen durch das Hormon Oxytocin zeigte sich auch in einer Studie des malaysischen Forschers Nuguelis Razali aus dem Jahr 2017. Bei ähnlichem Versuchsaufbau – die schwangeren Frauen aßen ca. 7 Datteln täglich ab der 36. Schwangerschaftswoche – benötigten nur 37 % der Teilnehmerinnen die Hormonverstärkung, im Vergleich zu 50 % der Frauen in der Kontrollgruppe.

Diese Befunde wurden im Jahr 2017 von einer Studie aus dem Iran erneut bestätigt. Hierfür wurden knapp 200 werdende Mütter nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen unterteilt: Wie in der jordanischen Studie aß die Gruppe der Dattel-Mamas ab der SSW 36 täglich ca. sechs Datteln zur Geburtsvorbereitung. Neben den Vorteilen, die auch die jordanischen Wissenschaftler erfasst hatten, unterschieden sich die Geburtsverläufe in der Dattel-Gruppe der iranischen Studie im Vergleich zur Kontrollgruppe im Schnitt außerdem durch eine kürzere Austreibungsphase und eine schnellere Nachgeburt.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass sich den Studien zufolge Schwangere, die ab der 36. SSW fleißig Datteln essen, womöglich über folgende positive Auswirkungen auf den Verlauf der Geburt freuen können:

  • Kürzere Latenzphase
  • Intakte Fruchtblase
  • Geringere Notwendigkeit für Wehen fördernde Hormone
  • Kürzere Austreibungsphase
  • Schnellere Nachgeburt

 

Soviel zu den bislang durchgeführten wissenschaftlichen Studien. Im Folgenden werden wir mit einigen praktischen Fragen noch etwas tiefer in das Thema einsteigen. 

Sind Datteln auch bei Schwangerschaftsdiabetes erlaubt?

Schwangerschaftsdiabetes – auch Gestationsdiabetes genannt – ist eine Stoffwechselerkrankung, die bei 5-6 % der Frauen während der Schwangerschaft auftritt. Grund dafür ist wahrscheinlich der Hormonhaushalt, der sich während der Schwangerschaft massiv ändert und so den Stoffwechsel aus der Bahn wirft.

Frauen, die während der Schwangerschaft an Gestationsdiabetes erkranken, sollten ein besonderes Augenmerk auf die richtige Ernährung legen, denn die Ernährung kann in diesem Fall – noch mehr als sonst ­– entscheidend sein für die Gesundheit von Mama und Baby. Allgemeingültige Ernährungs-Ratschläge sind hier allerdings kaum möglich, denn die „richtige“ Kost kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich aussehen.

Leider wurden Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes leiden, in den Dattel-Studien bislang nicht berücksichtigt, weshalb wir auf die Frage, ob Datteln bei Schwangerschaftsdiabetes erlaubt sind, keine Antwort geben können. Unser bester Rat ist, in diesem Fall mit einem Frauenarzt, einem Ernährungsexperten oder einer Hebamme zu sprechen, bevor Datteln auf den Speiseplan gesetzt werden.

Datteln Schwangere

 

Datteln zur Geburtsvorbereitung essen

Datteln versorgen den Körper mit einer signifikanten Menge wichtiger Nährstoffe. Während der gesamten Dauer der Schwangerschaft können die Früchte also als wichtige Energie-Quelle dienen, denn die süßen Wüstenfrüchte enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, unter anderem die Folgenden:

  • Eisen (wichtig für die Blutbildung)
  • Vitamin C (in frischem Zustand enthalten die Datteln am meisten Vitamin C)
  • Ballaststoffe (unterstützen die Verdauung)
  • Kalium
  • Zink

 

Vor allem in der letzten Phase der Schwangerschaft, die ca. 4 Wochen vor dem Entbindungstermin beginnt, können Datteln zur Geburtsvorbereitung eingesetzt werden.

Wirkung von Datteln ab der SSW 36 nutzen

Wenn man sich die positive Wirkung der Dattel auf den Verlauf der Geburt zu Nutzen machen möchte, ist es wichtig, die Früchte in den letzten Wochen der Schwangerschaft regelmäßig zu verzehren. Hebammen empfehlen, in Anlehnung an die Studien, ab der 36. SSW Datteln täglich zu verzehren, und zwar sechs Stück davon.

Diesen Rat unterstützt übrigens auch Wissenschaftler Frank Louwen, Namensgeber der Louwen-Diät – ein Ernährungsprogramm, welches speziell an die Bedürfnisse des Körpers in der Schwangerschaft angepasst ist. Laut dieser Ernährungsform sollten Schwangere ab der 32. SSW auf stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel verzichten. Der Konsum von zu viel Kohlenhydraten lässt nämlich den Insulinspiegel anteigen, was sich laut Louwen negativ auf die Wirkung des Hormons Prostaglandin auswirken kann. Nichtsdestotrotz rät auch Louwen dazu, in den vier Wochen vor der Geburt täglich bis zu sechs Datteln zu essen, um die signifikanten positiven Effekte der Wüstenfrucht ausschöpfen zu können.

Wie viele Datteln dürfen Schwangere regulär essen?

Ganz unabhängig vom zielgerichteten Einsatz bei der Geburtsvorbereitung ist es sinnvoll, die Datteln während Schwangerschaft in den Speiseplan zu integrieren, da sie Mutter und Baby mit einer Menge wichtiger Vitamine, Nährstoffe und Energie versorgen.

Bezüglich dieser Empfehlung stellt sich die Frage: Wie viele Datteln sind gut und ab wann sind es zu viele? Es ist leider nicht möglich, hier eine allgemeingültige Aussage zu treffen, denn jeder Mensch ist anders und jeder Körper hat einen individuellen Stoffwechsel. Unserer Erfahrung nach kann man aber mit 3-5 Datteln am Tag nichts falsch machen. Diese Menge liefert dem Körper eine gute Versorgung an wichtigen Mineralstoffen und Energie, während die Aufnahme von Kalorien durch den reichlich enthaltenen Fruchtzucker im Rahmen bleibt.

Aber wie helfen Datteln für eine schnellere Geburt?

Nun gibt es also wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Schwangere, die täglich sechs Datteln essen, eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit auf eine reibungslose Geburt haben. Aber wie genau unterstützen Datteln schnellere Geburten und stimmt es, dass Datteln wehenfördernd sind? So ganz genau weiß man leider nicht, was es ist, das in der Dattel steckt und diesen positiven Effekt auslöst. Vermutlich ist es ein Zusammenspiel aus sehr vielen unterschiedlichen Faktoren, das die Wirkung zur Folge hat. Sehr wahrscheinlich ist es aber, dass die Datteln in irgendeiner Art und Weise den Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Eine leichte Geburt, die schnell und ohne Komplikationen über die Bühne geht, bewältigt der Körper zu großen Teilen durch die Kraft der Hormone.

Ab der 35. SSW bereitet sich der Körper auf die Geburt vor, indem er beginnt, das Hormon Prostaglandin zu erzeugen. Dieses Hormon wiederum veranlasst die Lockerung des Gewebes rund um den Muttermund und den Muttermund selbst. Außerdem wird durch Prostaglandin der Gebärmutterhals verkürzt. Wenn es dann ans Eingemachte geht kommt außerdem noch das Hormon Oxytocin mit ins Spiel. Gemeinsam sorgen Oxytocin und Prostaglandin dafür, dass die Wehen ausgelöst werden.

Wenn der Körper der schwangeren Frau nicht von selbst ausreichend Vorrat an diesen beiden Hormonen produziert, wird im Kreißsaal oft nachgeholfen und die Hormone werden künstlich verabreicht, um die Geburt einzuleiten.

In allen bislang durchgeführten wissenschaftlichen Studien zu dem Thema schneiden die Dattel-essenden Mamas in Bezug auf die Hormone deutlich besser ab: Es musste weniger Oxytocin und Prostaglandin zusätzlich gegeben werden, um die Wehen einzuleiten.

Datteln Geburtsvorbereitung

 

Datteln können also Wehen einleiten?

Zu behaupten, dass Datteln Wehen auslösen können, wäre definitiv zu weit gegriffen. Datteln sind kein Wundermittel, wodurch auf Knopfdruck Wehen ausgelöst werden können. Um sich von Datteln einen Vorteil für die Geburt zu erhoffen, muss man die Früchte regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg – in den letzten vier Wochen vor der Geburt – in den Speiseplan integrieren. Und auch dann ist nicht gesagt, dass die Wehen sicher kommen! Der Verlauf der Schwangerschaft und Geburt hängt von unwahrscheinlich vielen verschiedenen Faktoren ab – eine ganzheitlich(!) gesunde, nahrhafte Ernährung ist sicherlich einer (aber eben auch nur einer) davon.

Was ist besser: Frische oder getrocknete Datteln in der Schwangerschaft?

In den bislang durchgeführten Studien zum Thema Datteln und Schwangerschaft wird nicht weiter spezifiziert, ob die Frauen zur Geburtsvorbereitung frische oder getrocknete Datteln gegessen haben. Da sich die Inhaltsstoffe der Frucht durch den reinen Feuchtigkeitsverlust jedoch nicht verändern, gehen wir davon aus, dass frische und getrocknete Datteln Schwangerschaften gleichermaßen positiv beeinflussen können.

Auch wie man die Früchte isst – ob pur, im Smoothie, ins Müsli geschnippelt oder als süße Beigabe im herzhaften Salat – spielt keine Rolle. Wichtig ist vor allem, dass die Datteln schmecken! Manch einer mag besonders gerne die weichen, fleischig-süßen Sorten, wie zum Beispiel die Medjool, während andere eine Vorliebe für die etwas trockeneren, würzig-aromatischen Sorten haben – die tief-schwarze Ajwa Dattel ist beispielsweise eine davon. In unserem Online-Shop kann man unterschiedlichste Sorten an Datteln kaufen und sich durch die geschmackliche Vielfalt der Frucht „durchprobieren“.

Rezept-Idee für „Still-Kugeln“

Wenn die Datteln in der Schwangerschaft und während der Geburtsvorbereitung den Körper mit so vielen wichtigen Nährstoffen versorgen und unterstützen können, können sie das auch im Wochenbett. In der Zeit unmittelbar nach der Schwangerschaft benötigt der Körper der Frau jede Menge zusätzliche Energie, insbesondere während das Baby von der Mutter gestillt wird. Auf der Seite BreiFreiBaby haben wir ein tolles, einfaches Rezept für zuckerfreie „Still-Kugeln“ gefunden (hier der Link). Die kleinen Power-Kugeln sind superlecker und helfen während dem Stillen, die geplünderten Energie-Reserven zu beliebiger Tages- und Nachtzeit im Nu wieder aufzufüllen. Die nahrhaften Kugeln können auch wunderbar auf Vorrat produziert, eingefroren und dann bei Bedarf wieder aufgetaut werden.  

Tags: datteln
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