Das Zuckerfest markiert das Ende des Fastens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang während des Ramadans. Gleichzeitig bildet es den feierlichen Übergang in eine Zeit der Freude und des Miteinanders: Familien kommen zusammen und Kinder freuen sich über Süßigkeiten sowie Geschenke.
Doch was gibt es beim Zuckerfest zu essen, welche Traditionen und Bräuche prägen das Fest – und warum sind Datteln dabei so wichtig? Dies und mehr erfahrt ihr in diesem Beitrag.

‘Eid al-Fitr’ als Anlass für Gemeinschaft, Dankbarkeit & Genuss
Der Ramadan ist für Muslime und Musliminnen eine besondere Phase der inneren Einkehr. Neben dem Verzicht auf Essen und Trinken stehen Achtsamkeit, Gebet, Selbstdisziplin und Mitgefühl im Mittelpunkt. Das Ende dieser Zeit wird weltweit mit Eid al-Fitr gefeiert. Die Bezeichnung stammt aus dem Arabischen und bedeutet wörtlich „Fest des Fastenbrechens”. Im deutschsprachigen Raum ist es als Zuckerfest und im Türkischen als Ramazan Bayramı bekannt. Es würdigt den bewussten Monat des Fastens und den gemeinsamen Weg, den viele Gläubige in dieser Zeit gegangen sind.
Gefeiert wird das Zuckerfest unmittelbar nach dem letzten Fastentag des Ramadans und fällt auf den ersten Tag des Monats Schawwal im islamischen Mondkalender. Da sich dieser am Stand des Mondes orientiert, variiert der Termin jedes Jahr. Eid al-Fitr dauert offiziell ein bis drei Tage, je nach Land und kultureller Tradition.
Was gibt es beim Zuckerfest zu essen?
Viele, die das Zuckerfest erstmals bewusst erleben, fragen sich: Was wird an diesen besonderen Tagen serviert? Eine einfache, einheitliche Antwort gibt es nicht, denn es werden keine festen Speisen vorgeschrieben. Der im Deutschen gebräuchliche Name lässt zwar vor allem an Süßigkeiten denken, greift jedoch zu kurz.
Stattdessen prägen lokale, kulturelle und familiäre Traditionen das Fest, wodurch jede Feier ihre ganz eigene kulinarische Note erhält. Je nach Region – arabisch, persisch, südasiatisch oder türkische Küche – unterscheiden sich die servierten Gerichte deutlich, sowohl in Zutaten als auch in ihrer Zubereitung.
Häufig werden mehrere Zuckerfest-Speisen gleichzeitig angeboten. Entweder als reich gedeckter Tisch oder kleines Buffet, sodass Familie und Gäste probieren, teilen und gemeinsam genießen können. Grundsätzlich steht beim Zuckerfest nicht maßloses Essen und Trinken, sondern der bewusste Genuss nach der Zeit des Fastens im Vordergrund.
Kulinarische Vielfalt: Typische Speisen zum Zuckerfest
- Süßspeisen wie Baklava, Maamoul, Kekse oder andere Gebäckvarianten.
- Herzhafte Hauptgerichte aus Fleisch, Reis, Hülsenfrüchten oder Gemüse. Von Lamm- oder Hähnchengerichten über biryaniartige Reisvariationen bis zu gefülltem Gemüse.
- Vorspeisen wie Suppen, Salate oder kleine Häppchen, die den Tisch abwechslungsreich gestalten.
- Beilagen inklusive Joghurt, Brot oder Dips, um Hauptgerichte zu ergänzen.
- Kleine Snacks und Gebäck für Gäste und Kinder, die das Fest miterleben.
Getränke: Erfrischend & festlich
Sie begleiten die Zuckerfest-Mahlzeiten und ergänzen Süßspeisen sowie herzhafte Küche. Beliebt sind Joghurt-Getränke wie Ayran, frisch zubereitete Fruchtsäfte oder Sirups sowie Tee und gewürzter Kaffee.
In manchen Regionen gibt es zudem spezielle Festgetränke wie Sharbat oder Sahlab, die nur zu besonderen Anlässen serviert werden.

Die besondere Bedeutung von Datteln
Datteln haben im islamischen Kontext eine lange Tradition. Der Prophet Mohammed soll das Fastenbrechen mit Datteln vollzogen haben, weshalb sie bis heute symbolisch für den Übergang vom Fasten zum Feiern stehen. Viele Muslime und Musliminnen schätzen sie, weil sie eine angenehm süße Energie liefern – ohne dabei eine Mahlzeit zu ersetzen.
So bereichern sie das Zuckerfest-Essen
- Pur gegessen, meist direkt beim Fastenbrechen, um den Körper sanft auf die Mahlzeit vorzubereiten.
- Gefüllt oder kandiert als süße Leckerei für Gäste und Kinder.
- In Speisen verarbeitet, zum Beispiel bei Süßgebäck, Desserts oder sogar in einigen herzhaften Gerichten mit Reis oder Fleisch, wo sie eine süß-herzhafte Note ergänzen.
Sie sind daher nicht nur ein Snack, sondern ein integraler Bestandteil einiger Zuckerfest-Speisen, die den festlichen Tisch prägen. In der heutigen Zeit achten viele Familien stärker auf ihre Ernährung. Auch beim Zuckerfest wird daher bewusster kombiniert: Süße Leckereien stehen neben ausgewogenen Gerichten. Datteln passen gut in diesen Ansatz, da sie vielseitig einsetzbar sind. Wer Wert auf Qualität legt, kann bei Narafood hochwertige Datteln kaufen und damit Tradition mit modernem Genuss verbinden.
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Mehr als nur Genuss: Die Bräuche & Traditionen hinter dem Zuckerfest
Das Zuckerfest ist weit mehr als ein kulinarischer Höhepunkt nach dem Ramadan. Es folgt religiösen und sozialen Ritualen, die dem Fest seine besondere Tiefe verleihen. Je nach Land können diese Traditionen während des Zuckerfests variieren. Zu den geläufigen Bräuchen gehören:
- Gemeinsames Feiern und Essen im Familienkreis
- Rituelle Waschung, Gebet und Predigt
- festliche Kleidung und Geschenke für Kinder
- Besuch bei Verwandten und Freunden
- Teilen von leckeren Speisen mit Nachbarn und Bedürftigen
All diese Rituale machen deutlich: Das Zuckerfest ist ein Fest der Gemeinschaft und Dankbarkeit – getragen von Werten, die weit über das Festessen hinausreichen.
Reinigung & Gebet: Ein bewusster Start in den Tag
Eid al-Fitr beginnt traditionell mit einer rituellen Waschung, die Reinheit und einen Neuanfang symbolisiert. Darauf folgt das Morgengebet (Salat al-Eid) in Moscheen oder auf großen Gebetsplätzen. Es ist ein Ritual, das den Gemeinschaftsgedanken des Zuckerfests betont.
Viele Familien besuchen im Anschluss den Friedhof, wo verstorbenen Angehörigen gedacht und Bittgebete gesprochen werden, bevor sie schließlich in die Festlichkeiten übergehen.
Fastenbrechen: Kulinarische Freude nach dem Verzicht
Anders als während des Ramadans ist es während des Zuckerfests ausdrücklich erwünscht, zu essen und zu trinken. Die erste Mahlzeit – oft ein gemeinsames Frühstück im Familienkreis – symbolisiert die Rückkehr zum Alltag und den bewussten Genuss nach der Fastenzeit.
Im Laufe des Tages stehen größere Festessen, Besuche bei Verwandten und Freunden und das Teilen von Speisen mit Nachbarn im Mittelpunkt. Festlich geschmückte Häuser und neue Kleidung unterstreichen die Bedeutung des Tages.

Zakat al-Fitr: Freude schenken
Ein zentraler Zuckerfest-Brauch ist die Zakat al-Fitr, eine Spende vor dem Fest, damit auch Bedürftige am Zuckerfest teilnehmen können. Damit verbindet Muslime und Musliminnen spirituelle Freude mit sozialer Verantwortung.
Weitergabe von Werten an die junge Generation
Für Kinder ist das Zuckerfest besonders bedeutsam. Sie erhalten meist neue Kleidung, Süßigkeiten und kleine Geschenke – oft als Anerkennung für ihre Disziplin während des Ramadans. So werden Traditionen lebendig weitergegeben und erlebbar gemacht.
Zuckerfest-Speisen & Rituale als Ausdruck von Kultur und Nähe
Das Zuckerfest ist also weit mehr als ein kulinarisches Ereignis. Es ist ein religiöses, soziales und kulturelles Zusammenkommen, das durch gemeinsames Essen erlebbar wird. Datteln stehen dabei für viele Muslime und Musliminnen symbolisch für den Übergang zwischen Fasten und Genuss. Sie bleiben damit ein zeitloser Bestandteil des Festes, damals wie heute.
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Lasst es Euch schmecken, Euer NaraFood-Team!














